Wem gehört die Welt?: Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter
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Warum soll die Arbeitskraft eigentlich eine Ware sein?
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Wem gehört die Welt?: Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter (Broschiert) Wasser soll keine Ware sein, Medizin soll keine Ware sein, Gene sollen keine Ware sein, Bildung soll keine Ware sein ... Offensichtlich ist den Autoren, die für die Verteidigung und Wiederaneignung der Gemeingüter werben, durchaus bekannt, dass Waren etwas Unangenehmes an sich haben. Trotzdem soll der Ausschluss vom Benutzen, der mit der Ware gegeben ist, für die meisten anderen Dinge in keiner Form in Frage gestellt werden. Wer in der »Wiederentdeckung der Gemeingüter« den Versuch vermutet, hier ginge es um eine Welt in der nicht der Besitz von Geld darüber entscheidet, wer im 21. Jahrhundert Zugang zu den vorhandenen Reichtümern hat und wer von Welthunger, bitterer Armut, elenden Arbeitsbedingungen, von Alters- und Kinderarmut betroffen ist, der wird beim Lesen der 33 Artikel enttäuscht. Lediglich zwei der Autoren (Christian Siefkes und Ulrich Brand) denken in eine Richtung, in der die Welt nicht den Produktionsmittelbesitzern gehört, sondern auf der Grundlage von Gemeingütern organisiert wird. Der Rest der Beiträge sehnt sich nach einer Welt zurück, in der, wie vor der neoliberalen Privatisierungswelle, die Existenz von Gemeingütern die mit der marktwirtschaftlichen Konkurrenz verbundene Armut zumindest etwas abfedert. Gemeingüter als »institutionelle Räume, in denen wir frei sind von den uns durch die Erfordernisse des Marktes auferlegten Begrenzungen.« (Yochai Benkler)

Wer sich da nach radikaleren Lösungen sehnt, dem seinen die folgenden Bücher ans Herz gelegt: Christian Siefkes, Beitragen statt tauschen: Materielle Produktion nach dem Modell Freier Software sowie Hermann Lueer, Warum verhungern täglich 100.000 Menschen?
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 15. März 2011
Kundenrezensionen:
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